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JugendLink

 

Alarmierungshistorie

18.07.2017 um 13:16 Uhr
B2: Fahrzeugbrand
in 3493 KAMMERN bei HADERSDORF KAMMERN

06.07.2017 um 16:33 Uhr
B1: Flurbrand
in 3491 bei STRASS/STRASSERTALE

06.07.2017 um 05:44 Uhr
W): Dienstfahrt
in 3364 NEUHOFEN/YBBS

Zuletzt aktualisiert am 20.07.2017 um 05:55 Uhr. Eine vollständige Übersicht befindet sich hier.

Unsere nächsten Termine:

Geschichte

Ein besonderer Dank gilt Herrn Ernst Gschwantner und Frau Gabriele Docekal für die Übersetzung der in Kurrent geschriebenen FF-Protokolle.

Die kursiv geschriebenen Texte sind Originaltexte aus den Protokollbüchern und Zeitungen.

1865
Der Beginn des organisierten Feuerwehrwesens liegt auf dem Lande etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die FF Hadersdorf zählt aufgrund ihrer Gründung im Jahre 1865 zu den ersten gegründeten Freiwilligen Feuerwehren Niederösterreichs, wobei es im Bezirk Krems mit der FF Krems und der FF Langenlois nur 2 Feuerwehren gibt, die noch früher gegründet wurden. Die „deutschen“ Turnvereine waren in NÖ die Geburtsstätten des freiwilligen Feuerwehrwesens.
Als im Frühjahr des Jahres 1865 unsere Volksschule brannte, konnte dies ein Turmwächter aus Langenlois beobachten und sofort die Feuerwehr Langenlois alarmieren, welche mit einer durch eine Pferdezug herantransportierten Spritze am Brandplatz in Hadersdorf eintraf. Die Bürger von Hadersdorf konnten nun zum ersten Mal eine gut geschulte Mannschaft im Einsatz sehen.
In der Regel werden Maßnahmen zur Bekämpfung einer potentiellen Gefahr erst meistens dann getroffen, wenn ein Unglück bereits passiert ist bzw. eine gefährliche Situation in Verzug ist.
Vielleicht war eben gerade der Brand der Hadersdorfer Volksschule ausschlaggebend für die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hadersdorf, welche am 20.8.1865 im Gasthaus „Zum goldenen Engel“ stattfand.
54 Männer nahmen an dieser Versammlung teil. Der Oberlöschmeister und Gründer der FF Langenlois Franz MACHOVSKY, welcher im Jahre 1877 auch den Bezirksfeuerwehrverband Langenlois gründete, klärte die Hadersdorfer über organisatorische Fragen auf.
So manche Ortschaften, die in dieser Zeit noch keine eigene Feuerwehr gegründet hatten, waren sehr froh darüber, wenn aus Nachbarorten bereits existierende Feuerwehren anrückten, um Brände zu bekämpfen.

1870
Der erste Bezirksfeuerwehrtag wird in Krems abgehalten. Die FF Hadersdorf war im gewählten Ausschuss mit ihrem Kommandanten Eduard ZIMMERL vertreten.

1880
Das „Kremser Wochenblatt“ vom 24. April 1880 berichtet zu einem Brandfall in Elsarn:
„Gerade als der Dechant von Straß die kanonische Visitation in der Kirche vornehmen wollte, erscholl der Ruf „Feuer“. In Orten wo eine geschulte Feuerwehr und gute Löschapparate bestehen, hat dieser Schreckensruf viel von seiner nervenerschütternden Macht verloren; leider ist aber Elsarn in obiger Richtung noch weit zurückgeblieben. Der Ort besitzt nicht einmal eine Feuerspritze und so blieb für den ersten Moment nichts anderes übrig, als daß alles sich, so gut es eben ging, mit Wassereimern, Schaffeln usw. bewaffnete, um zu retten, was mit so primitiven Mitteln zu retten war...“
Dieser Brand hätte sicherlich verheerende Ausmaße angenommen, wären nicht die Feuerwehren aus Hadersdorf, Kammern, Straß und Langenlois am Brandplatz erschienen. Dank dieser Hilfe brannten nur 2 Wirtschaftsgebäude ab.
Die Protokolle der FF der Jahre 1865 – 1889 ist leider verschwunden.

1883
Ab dem Jahre 1883 werden die Pferdebesitzer unseres Ortes mittels Gemeinderatsbeschluss verpflichtet, im Brandfalle einzuspannen. Die hiesige Feuerwehr hat laut Gemeinderatsbeschluss folgende Strecken bei Bränden anzufahren: Langenlois, Schönberg, Elsarn, Fels, Grafenwörth, Seebarn und Rohrendorf. Der Pferdebesitzer, der einspannt, bekommt 5 Gulden.

1885
gab es bereits 2 Feuerspritzen in Hadersdorf.

1886
Nach Ansuchen eines Feuerwehrkameraden wird der Freiwilligen Feuerwehr Hadersdorf von der Gemeinde Wein bewilligt.

1888
erfolgte die Gründung des Bezirksverbandes Hadersdorf/Kamp.

1894
wurde die Feuerbereitschaft der Pferdebesitzer neu organisiert. An den Häusern der Pferdebesitzer wurden sog. Bereitschaftstafeln angebracht bzw. auf dem Spritzenwagen durften höchstens 9 Mann samt Kutscher mitfahren.

1898
Die Feuerwehrschläuche werden zum Trocknen am Kirchturm aufgezogen.
Anlässlich des Todes Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth wohnt der Feuerwehrausschuss beim Trauergottesdienst bei.

1899
Die Feuerwehr hat 61 ausübende und 46 unterstützende Mitglieder und nimmt am 35jährigen Gründungsfest der FF Langenlois und am 25jährigen Gründungsfest der FF Straß teil. Der Verein marschierte gemeinsam mit den Feuerwehren Etsdorf, Sittendorf, Haitzendorf und Kamp unter Musikbegleitung nach Straß.
Auch bei Leichenbegängnissen spielte die Feuerwehrmusikkapelle, wobei es in diesem Jahr in der Feuerwehr Diskussionen darüber gab, den Rückmarsch vom Friedhof ohne Musik anzutreten. Ein Antrag darüber wurde jedoch nicht unterstützt. Man beschloss jedoch, mit dem Musizieren erst bei der Ausmündung der Gasse nach Straß zu beginnen.
Ab 1899 stellte die Zeit der Spätfröste für die Feuerwehrmänner eine zusätzliche Aufgabe dar. Die Feuerwehr musste dabei bei Frostgefahr die Ortsbewohner durch ein eigenes Hornsignal alarmieren und dann auch noch das Räuchern in den einzelnen Rieden organisieren und durchführen.

1900
Anlässlich des Vereinsballes wie alljährlich am Faschingsmontag wird eine Jux-Lotterie organisiert.
Das Weingebiet wird in neun Theile getheilt, welche an den Ausschußmitgliedern aufgetheilt werden.
Es wird beschlossen, anläßlich des 70. Geburtstagsfestes S. Majestät am 18. August beim vormittägigen Gottesdienste mit Musik auszurücken.
Zur 35. Jubelfeier des Vereines werden alle Feuerwehren im Umkreis von 2 Stunden eingeladen.
Der Antrag des Herrn Spritzenmeisters Franz Pammer sich mit Kammern durch eine Telefonleitung zu verbinden, wird abgelehnt.

1901
Zur Abhaltung einer Übung wird der Herr Pfarrer ersucht, das Dach des Pfarrhofes besteigen zu lassen.
Das Feuerwehrfest in Haindorf wird corporativ jedoch ohne Musik besucht.
Eswurde auch das grundgesetz der Freiwilligen Feuerwehr Hadersdorf am Kamp verabschiedet.

1902
Bau des Steigerhauses.
Dieses musste erbaut werden, da die Bürger von Hadersdorf es nicht mehr länger zuließen, dass die Steiger weiterhin deren Hausdächer als Übungsobjekte beanspruchten.
Als Steiger durften nur unverheiratete Burschen aktiv sein, da die Steigertätigkeit eine sehr gefährliche war.

1904
Feuerwehrmänner, die nach Bränden und Festen anstatt mit der ausgerückten Mannschaft heimzukehren, zurückblieben und sich sogar in Uniform in anderen Orten herumtrieben, wurden gemäß der Vereinssatzungen als Mitglieder ausgeschlossen

1907
„Der Hauptmann stellt den Antrag, daß bei Leichenbegängnissen der Vereinsmitglieder eine regere Beteiligung stattfinden solle, da es wirklich einen schlechten Eindruck macht, wenn man kaum die Träger zusammenbringt“.
In der Vollversammlung v. 4. Mai 1907 wird beschlossen, dass mit der Fahrspritze nicht mehr als 10 Mann mitfahren dürfen, da sich die Pferdebesitzer beschwert haben.

1909
Die alten Steigerbeile werden durch neue ersetzt und die alten an die Mitglieder versteigert.
Bezüglich der Paradeausrückung zur Auferstehungsprozession wird beschlossen ohne Musik nicht auszurücken.

1911
Ohne Genehmigung von Chargen dürfen Hornisten nicht zum Alarm blasen.

1912
Die FF Hadersdorf nimmt am 35jährigen Gründungsfest der FF Kammern teil.

1914
Am 26. Mai rückt die Feuerwehr zum Empfang des neuen hochwürdigen Herrn Pfarrers Julius Berner mit Musik aus.

1915
Wegen des Kriegszustandes rückt die Feuerwehr zu Floriani nur zur Messe, jedoch ohne Musik aus.

1918
Es erfolgt die Beschlussfassung, auf dem Friedhof für die gefallenen Feuerwehrkameraden eine Gedenktafel zu errichten. Die letzte Ausschusssitzung in diesem Jahr wird mit dem Spruch „Gut Heil auf die Republik Deutsch-Österreich“ beendet.

1919
Zu Ehren des neugewählten Bürgermeisters wird ein Fackelzug durchgeführt.
Der 1. Weltkrieg (1914 – 1918) stellte für die FF einen großen Rückschlag dar, viele Kameraden kehrten vom Kriegseinsatz nicht mehr zurück. Waren bei der Gründung der FF Hadersdorf 54 Männer aktive Mitglieder, so zählte man bei der am 28.12.1919 stattgefundenen Jahreshauptversammlung nur 34 Kameraden.

1920
Das 55. Jubiläumsfest im Gasthof des Herrn Hohlnstein wurde ein schönes Bekenntnis zwischen der Feuerwehr und der Bevölkerung. Der Reinertrag betrug 9.654,50 Kronen. Die Feuerwehrsitzungen werden im Gasthaus Trenker, im Hotel Kases und im Gasthaus Hohlnstein durchgeführt.

1921
Es erfolgte die Beschlussfassung im Gemeinderat, dass sich die Pferdebesitzer in Vorspannangelegenheiten unbedingt an die Anordnungen des Feuerwehrkommandos zu halten haben.

1922
Mit dem Pferdegespann dürfen bei Ausrückungen bei Schönwetter 9 Mann und bei schlechtem Wetter höchstens 6 Mann mitfahren.

1923
Da mit dem örtlichen Wirt Herrn Trenker kein Einvernehmen erzielt werden konnte, wird der Feuerwehrball in Kammern im Gasthaus Eschenbruckner abgehalten. Das Vereinsvermögen beträgt 318.036,- Kronen.

1924
Unter Kapellmeister Josef HOHLNSTEIN wird die Feuerwehr-Musikkapelle gegründet. Der Ball wird wieder im Vereinslokal Hohlnstein veranstaltet.
Der Feuerbach befindet sich in einem derart schlechten Zustand, dass für die Häuser der Wiener Straße im Brandfalle kein Wasser entnommen werden kann.

1925
Unter zahlreicher Beteiligung der Feuerwehren der Umgebung wird das 60jährige Gründungsfest abgehalten.

1926
erfolgte der Ankauf einer Benzinmotorspritze mit Eisenbereifung. Diese Anschaffung wurde durch viele Spenden seitens der Bevölkerung und durch Gemeindemittel finanziert. Als Patin fungierte die Gattin des Bürgermeisters, Frau Josefine Neumayr. Ankauf eines Thermometers zur Frosträucherungs-Alarmierung.


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1927
Im Jubiläumswald wird ein Waldfest veranstaltet.

1928
Im Einvernehmen mit dem Weinbauverein erfolgt eine neue Einteilung der Frosträucherung. Es gibt 10 Feuerplätze. Bei der Mostsammlung werden 800 Liter Most gesammelt, dieser wurde im Gemeindekeller gelagert und mit 35 kg Zucker aufgebessert.

1929
Durch den Verkauf von 757 Liter Wein (zu S 1,20 = S 908,40) konnten die Schulden bei der Sparkasse Langenlois, welche für den Ankauf der Motorspritze aufgenommen wurden, rückgezahlt werden.

1930
Für den funktionierenden und raschen Transport der Motorspritze wurde von Herrn Schmiedemeister Karl DÖRR ein zweiachsiger Vorderwagen gebaut.

1933
Im Bezirk Krems gibt es 124 Feuerwehren, 12 Filialen, 74 FF-Telefonverbindungen und 4369 aktive Feuerwehrmänner. Es musste zu 72 Bränden ausgerückt werden.

1934
trat erstmals eine Jugendfeuerwehr in Erscheinung. Diese Jugendfeuerwehr war der Feuerwehr unterstellt und durfte dieser jedoch keine Kosten verursachen.

1935
Das 70jährige Jubiläum war ein großer Erfolg. Anlässlich dieses Festes wurden 4 Triumpfbögen errichtet, welche bei der Mühle, in der Kremser Straße, in der Wiener Straße und in der Straßer Gasse aufgestellt wurden.
Ein guter Feuerwehrgeist herrschte zwischen der Gemeindevertretung, den erschienen Gästen und allen Nachbarfeuerwehren.

1936
Neben dem Vorspanndienst, den Pferdebesitzer leisten mussten, gibt es ab nun einen Auto- und Pferdevorspanndienst.

1937
Die Jugendfeuerwehr wird aufgelöst.

1939
Die freiwilligen Feuerwehren werden aufgelöst und zur technischen Hilfspolizeitruppe umgewandelt.
Männermangel während des 2. Weltkrieges (1939 – 1945) machte es notwendig, eine Frauenfeuerwehr zu installieren.

1946
Unter Bgm. KLEIN wurde am 10.2.1946 eine Neugründungsversammlung einberufen, an der 13 Kameraden teilnahmen. Die Feuerwehr gilt wie vor dem Krieg als freiwilliger Verein.

1947
erfolgte der Ankauf eines nicht fahrbereiten UNRA-Lastkraftwagens so wie einer Tragkraftspritze R.W 80.
Die Frosträucherung wurde wie schon in den Jahren vor dem Krieg wieder durchgeführt.


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1949
Durchführung einer Mostsammlung.

1950
85jähriges Gründungsfest mit Weihe der neuen Motorspritze. Neubau des Feuerwehrhauses.

1951
Ab diesem Jahr galten für die Feuerwehr die Auferstehungsfeier, Floriani und Fronleichnam als offizielle kirchliche Ausrückungen. Für alle Kameraden werden Ärmelabzeichen mit Ortsbezeichnung angekauft.

1952
Das neu erbaute Zeughaus, in welches eingezogen werden konnte, war eines der modernsten der ganzen Umgebung. Es befand sich zwischen der Apotheke und dem ehem. Kaufhaus Hengsberger (vormals Pammer). Heute befindet sich dort die Hygiothek der Apotheke Dostal.

1954
Hochwassereinsatz in Krems.
Da der Feuerbach sich in einem sehr schlechten Zustand befindet, kann die Feuerwehr die Einsatzfähigkeit nicht für alle Bewohner garantieren und führt daher Beschwerde bei der Gemeinde.

1955
90jähriges Gründungsfest. Die Frosträucherung wird durchgeführt und dazu mittels Sirene alarmiert.
Der Eintrittspreis beim Faschingsmontag-Ball betrug S 6,--.

1956
Der Gemeinderat verweigert die Anerkennung der Neuwahl des Feuerwehrkommandanten.
Das Kirchweihfest wird am 1. Juli abgehalten.

1957
Der Gemeinderat übt Kritik an der FF-Führung. Dieses Jahr gilt als eines der unruhigsten Jahre hinsichtlich der internen Zusammenarbeit der Feuerwehrfunktionäre.

1958
Am 5. Oktober wird ein Weinlesefest veranstaltet, es erfolgte eine Mostsammlung, bei der 7 Gruppen der Feuerwehr unterwegs waren, um den Most einzusammeln.

1959
Kirchweihfest am 5. Juli

1960
Durchführung einer Haussammlung für den Autoankauf.

1961
Anlässlich des 95jährigen Gründungsfestes am 7.5. 1961 wurde das neue Löschfahrzeug von der Feuerwehr mit großartiger Unterstützung der Bevölkerung offiziell in den Dienst gestellt. Bei der Weihe des Opel Blitz stand Frau Margarete Hohlnstein zur Verfügung. Das Fest war ein großer Erfolg und von nah und fern besucht.


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1962
Einsatz der Sirene für die Frost- und Hagelalarmierung.

1963
Herrn Bgm. Ing. Amon wird am Florianitag für seine Verdienste beim Ankauf des Löschfahrzeuges die Florianiplakette überreicht.

1964
Beim Feuerwehrball am 1.2 1964 beträgt der Eintritt S 15,--. Die Musik kostet S 2.240,--.

1965
Anlässlich des 100jährigen Gründungsfestes wird von der Gemeinde eine VW-Tragkraftspritze als Geschenk für die Feuerwehr angekauft. Als Patin stand Frau Friederike Urach zur Verfügung.
Die Feuerwehr hat in diesem Jubiläumsjahr 54 aktive und 404 unterstützende Mitglieder.
Dieses Fest kann als Ursprung für das heutige Parkfest angesehen werden!


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1968
80jähriges Bestandsjubiläum des Bezirksfeuerwehrverbandes Hadersdorf, welches beim 75jährigen Gründungsfest der FF Kamp gefeiert wird.
Ende der Sechziger-Jahre wurde die Frage der vielen kleinen Feuerwehren stark diskutiert. Viele Bürgermeister meinten, eine starke Mittelpunktfeuerwehr koste weniger als mehrere kleine Feuerwehren.

1969
Der NÖ Landtag beschließt, dass die Freiwilligen Feuerwehren von Vereinen in Körperschaften des öffentlichen Rechts umgewandelt werden.
Eine Wettkampfgruppe der FF Hadersdorf nimmt beim Leistungsbewerb in Piber (STMK) teil.

1970
Beim 105jährigen Gründungsfest wird Herrn Bgm. OSR Heinrich Höpfner die Floriani-Plakette überreicht.
Die Auflösung der Vereine „Freiwillige Feuerwehr“ und deren Überführung in Körperschaften des öffentlichen Rechts war problemlos über die Bühne gegangen. Obwohl viele kleine Gemeinden zu Großgemeinden zusammengelegt wurden, so auch Hadersdorf und Kammern zur Marktgemeinde Hadersdorf-Kammern, blieben die einzelnen Feuerwehren als Körperschaft öffentlichen Rechtes eigenständig. Die Feuerwehren sind jedoch vom Gemeinderat zu bezeichnen und dem Feuerwehrkommandanten wird die Besorgung der Aufgaben der örtlichen Feuerpolizei im Namen des Bürgermeisters übertragen.

1974
Die Feuerwehr nimmt beim Parkfest mit einem Heurigenstand teil.

1975
Hochwassereinsatz am Kamp.
Das seit 1950 existierende Zeughaus entspricht wegen Platzmangels nicht mehr den Ansprüchen der FF und so wurde von der Gemeinde das Grundstück angekauft, wo jetzt unser Feuerwehrhaus steht.
Beim Freizeitzentrum wird anlässlich des 110jährigen Bestehens ein Feuerwehrheuriger veranstaltet.

1976
Der Feuerwehrunterabschnitt Hadersdorf wird neu organisiert, wobei die Feuerwehren Hadersdorf, Kammern, Straß, Elsarn-Wiedendorf und Obernholz dieser Organisationseinheit angehören.

1977
Der Bau des Feuerwehrhauses erfolgte fast zur Gänze in Eigenregie und Dank des unermüdlichen Einsatzes des Kameraden OLM Franz Weber und der tatkräftigen Mitarbeit der Feuerwehrmänner konnte das neue FF-Haus entstehen, welches durch den im Jahr 2000 erfolgten Zubau auch für die weitere Zukunft das Zentrum des Feuerwehrgeschehens in unserer Gemeinde sein wird.

1979
wurde ein gebrauchtes Universallöschfahrzeug Steyr 586 1300 mit 750 kg Trockenschaumpulver, Schaumlöscher und Hochdruckpumpe von der FF Mödling angekauft.
Mit Hilfe der Gemeinde und einer Spende der Firma John konnte das Fahrzeug mit 3 Atemschutzgeräten ausgestattet werden. Damit ein Feuerwehrheuriger problemlos veranstaltet werden kann, pachtet die Feuerwehr einen Weingarten. Dieser wird bis zum Jahr 1999 von EOBI Karl Zach bewirtschaftet.
Die Anschaffung einer Feuerwehrzille soll bei Hochwassereinsätzen die Einsatzfähigkeit verbessern.

1980
erfolgte die offizielle Inbetriebnahme und Einweihung des neuen Feuerwehrhauses. Dabei wurde gleichzeitig das Universallöschfahrzeug Steyr 586 1300 im Rahmen des 115jährigen Gründungsfestes eingeweiht. Die Finanzierung dieses Fahrzeuges konnte dadurch erreicht werden, indem bei der Sparkasse ein Kredit in Höhe von S 250.000,-- aufgenommen wurde, für den 7 Feuerwehrkameraden persönlich hafteten.
Die Bezirkswettkämpfe finden am Sportplatz Hadersdorf statt.


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1981
Im Jahr 1981 wird Kdt.Stellvertreter Karl Zach zum Kommandanten gewählt, womit er den langjährigen Kommandant Josef Dörr (1949-1955, 1959-1980) ablöst.
Kdt. Stellv. wird Leopold Liebl, Verwalter Adolf Ramoser und Verwaltungsmeister Bruno Pernerstorfer.
Das Kommando unter Karl Zach und viele Chargen bemühten sich besonders durch die Organisation von Festen bzw. der seit 1980 wieder aktivierten Teilnahme beim Hadersdorfer Parkfest für die FF entsprechende Einnahmequellen zu erschließen, damit den immer mehr werdenden technischen Anforderungen entsprochen werden kann.
Im gleichen Jahr wurde mit der FF Hadersdorf bei Kindberg (STMK) eine Partnerschaft gegründet, welche bis zum heutigen Tag aufrecht ist. Die Sirenenfernsteuerung wird in Betrieb genommen.

1982
In diesem Jahr erhielt der langjährige Förderer und Gönner der FF Hadersdorf, Herr Bäckermeister i.R. Richard Eilmer die Floriani-Plakette. Dies ist die höchste Auszeichnung, die von der FF an Privatpersonen vergeben werden kann.
Die aktive Mannschaft wird mit neuen Arbeitsuniformen ausgestattet.
LM Alfred PUHL wurde Abschnittssachbearbeiter für den Wasserdienst.

1983
Das im Vorjahr angekaufte Rüstfahrzeug wurde anlässlich eines Festes offiziell in den Dienst gestellt. Als Patin stellte sich Frau Gertraud Blauensteiner zur Verfügung.
Seit dem Jahre 1983 gibt es in Hadersdorf eine 2. Alarmsirene, welche auf der Neumayr-Mühle montiert wurde. Ein Jahr später konnte das Bezirksalarmierungssystem in Betrieb genommen werden, d. h. man konnte ab nun durch Wählen der Feuerwehr-Notrufnummer 122 über die Bezirksalarmzentrale die Sirene in Hadersdorf auslösen. Der Tankwagen Steyr 580 wird an die FF Hirtenberg verkauft.


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1984
wurde das Tanklöschfahrzeug TLF 1000 großteils aus Eigenmitteln angeschafft.
Die Weihe dieses Fahrzeuges erfolgte 1985 anlässlich des 120jährigen Gründungsfestes, bei welchem auch der Feuerwehrtag des Abschnittes Langenlois stattfand und als Patinnen Frau Rose Zach und Frau Hildegard Mayer zur Verfügung standen.


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1985
Kdt. Karl Zach legte im Sommer seine Funktion als Kommandant noch vorm offiziellen Neuwahltermin zu Ende des Jahres zurück. Aus diesem Grund stand der amtierende Unterabschnittskommandant und bisherige Kdt. Stellv. Leopold Liebl bis zur Wahl des neuen Kommandos der FF Hadersdorf vor.

1986
Mit der Wahl eines völlig neuen Kommandos mit Kdt. Alfred Puhl, Stellv. Harald Friedl, Verwalter Bruno Pernerstorfer und Verwaltungsmeister Karl Lang beginnt eine neue Ära in der FF Hadersdorf.
Vor allem gelingt es dem neuen Kommando in den folgenden Jahren wieder die junge Generation für die FF zu begeistern. Ab nun gibt es wieder mehr Neuzugänge zur FF Hadersdorf, was für die gute Führung und Kameradschaft in der FF spricht. Da die Anforderungen für die FF immer größer werden, wird besonders darauf geachtet, dass die jungen Kameraden bestens geschult werden.

1987
erfolgte der Ankauf einer neuen Tragkraftspritze, von 3 Atemschutzgeräten und 12 Preßluftflaschen.

1988
Anlässlich einer Inspektion wird seitens des Abschnittskommanden BR Alfred Summerer die gute Führung der FF unter Kdt. Alfred Puhl und Stellv. Harald Friedl besonders hervorgehoben. Aufgrund der Mannschaftsstärke wird ein 2. Zug aufgestellt. Anschaffung eines Handfunkgerätes.

1989
erfolgte die letzte große Fahrzeug-Investition mit der Anschaffung des Löschfahrzeuges Mercedes 310.
Dieses Fahrzeug wurde anlässlich des Abschnittsfeuerwehrtages von unserem damaligen Pfarrer und jetzigen Bischofsvikar Dr. Mathias Roch geweiht, wobei als Patin die Gattin unseres jetzigen Ehrenverwalters
Frau Lieselotte Pernerstorfer zur Verfügung stand.


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1990
Äußerst gelungen ist das 125jährige Gründungsfest der FF Hadersdorf mit dem Abschnittsfeuerwehrtag, welches im Parkgelände in einem sehr würdigen Rahmen gefeiert wurde und gleichzeitig das im Vorjahr angekaufte Löschfahrzeug offiziell in den Dienst gestellt wurde.
Im Mai dieses Jahres steht die FF bei einer der ärgsten Hagelkatastrophen, die das Kamptal je erlebt hat, im Einsatz. Dieses Naturereignis erschüttert nicht nur die Weinhauerschaft, sondern die gesamte Bevölkerung unseres Ortes. Laut Meteorologen handelte es sich vermutlich um den vernichtendsten Hagelschlag des 20 Jahrhunderts.

1991
Anstelle des bisherigen Kdt.Stellv. Harald Friedl wird Erich Jedenastik zum Kdt.Stellv. gewählt.
Das Donauhochwasser im Mai sorgte in Krems-Stein für Katastrophenstimmung. Unsere Feuerwehr leistete so wie viele andere Feuerwehren des Bezirkes wertvolle Hilfe.

1992
In diesem Jahr erfolgte der Ankauf eines Rettungszylinders für den Rüstwagen.
Für das Parkfest wurde wegen Platzmangels eine fahrbare Hütte zusätzlich angeschafft.
Einer der schwierigsten Einsätze im letzten Jahrzehnt war der Disco-Brand im FZ-Park Hadersdorf, welcher am Montag nach einem wie jedes Jahr für alle FF-Männer, vor allem natürlich für das Kommando, anstrengenden Parkfest-Wochenende, ausbrach.
Der in diesem Jahr im FZ-Park veranstaltete FF-Ball, bei dem die „Wachauer Combo“ für sehr gute Stimmung sorgte, sollte aufgrund diverser Unzukömmlichkeiten bis dato der letzte sein.
Über Anregung des im Jänner neu gewählten Kdt.Stellv. Andreas Taller wird für die jungen Kameraden der FF eine Woche lang ein Zeltlager in Dobra aufgeschlagen. Dieses Zeltlager ist seitdem ein fixer Bestandteil des FF-Terminkalenders.
Zur Weintaufe, welche in diesem Jahr von der FF gemeinsam mit dem Weinbauverein und der Pfarre organisiert wurde, konnte man die Partnerfeuerwehr aus Hadersdorf bei Kindberg (STMK) zur Übernahme der Weinpatenschaft gewinnen.

1993
Anlässlich der Mitgliederversammlung, welche am 3.1.1993 im Gasthaus Baueregger „Zum Goldenen Engel“ stattfand, konnte ein sogenannter „FF-Heimkehrer“, nämlich EHBM Felix Fenz wieder bei der FF aufgenommen werden, nachdem dieser bereits in den 50er-Jahren aktives Mitglied der FF Hadersdorf war und damals aus familiären Gründen unsere Gemeinde verlassen hatte.
Auf Initiative von Kdt. PUHL erfolgte der Einbau einer Gasheizung im FF-Haus, welche eine sehr sinnvolle Investition darstellt und ohne finanzieller Zuschüsse erfolgte.
Weiters erfolgte die Beschlussfassung über den Ankauf eines Notstromaggregates mit E-Starter und von Sicherheitsstiefel.
Auch in diesem Jahr war die FF wieder sehr aktiv bei Leistungsbewerben vertreten und es nahmen viele Männer am Bezirksbewerb in Gföhl (3 Gruppen), dem Landesbewerb in Waidhofen/Ybbs (2 Gruppen), dem Bezirkswasserbewerb in Hollenburg (7 Zillen), dem Landeswasserbewerb in Melk (6 Zillen), beim Nassbewerb in Grafenwörth und beim Landesfunkbewerb in Tulln teil.

1994
Am 4.2.1994 wurde an unseren Altkdt. Josef DÖRR anlässlich seines 70. Geburtstages ein Ölportrait überreicht.
Ein besonderes Ereignis waren die 18. Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe, welche am Sportplatz Hadersdorf in Zusammenarbeit mit dem SC Hadersdorf und dem Bezirkskommando Krems durchgeführt wurden.
Sämtliche Vorbereitungsarbeiten wurden von unseren Kameraden unter der Leitung von Kdt. PUHL mit großem persönlichen Einsatz durchgeführt. Bei diesem Bewerb traten 121 Gruppen an, unsere Wehr war dabei mit 2 zweiten Plätzen überaus erfolgreich.
An die Bevölkerung wurde im Rahmen einer Spendenaktion anlässlich dieses Bewerbes ein Festglas verteilt.
Um beim Parkfest auch bei Regenwetter (kommt selten vor!) die Bewirtung aufrechterhalten zu können, wurde von einigen Kameraden ein Festzelt gebaut, welches nunmehr laufend im Einsatz steht.
Am 80jährigen Gründungsfest unserer Partnerfeuerwehr nahmen 7 Kameraden teil und genossen die Gastfreundschaft der steirischen Freunde aus Hadersdorf bei Kindberg.
Angekauft wurden eine Kübelspritze und ein 4. Handfunkgerät.

1995
wurden 3 Schutzanzügen Schutzstufe II angekauft.
Bei den Grundausbildungslehrgängen, welche nicht mehr in der Landesfeuerwehrschule, sondern in den Bezirken durchgeführt werden, sind seit diesem Jahr die Kameraden BECKER Heinrich, DOCEKAL Thomas und SIGL Manfred als Bezirksausbildner tätig. In den Reihen der FF befinden sich derzeit mit Kdt. OBI Alfred PUHL und ZKdt. WEISSMANN Ewald und den Vorgenannten nunmehr 5 „Schulungsexperten“, welche als Bezirksausbildner aktiv sind und andere FF-Männer nicht nur in der örtlichen FF, sondern auch auf Bezirksebene laufend schulen. Diese Tatsache stellt eindrucksvoll dar, wie hoch der Ausbildungsstand der FF ist und garantiert für die gesamte Mannschaft bei Schulungen und Übungen immer auf dem laufenden zu sein.

1996
Bei der Jahreshauptversammlung 1996, bei der das altbewährte Kommando mit Kdt. OBI Alfred PUHL und Kdt.Stellv. BI Andreas TALLER eindrucksvoll von der Mannschaft wiedergewählt wurde, erfolgte eine Abstimmung über die Teilnahme der FF bei Begräbnissen von „unterstützenden“ Mitgliedern. Mehrheitlich wurde entschieden, nicht mehr als „Sargträger“ zu fungieren. Diese Entscheidung hat sich die FF nicht leicht gemacht, da dadurch eine vielleicht über ein Jahrhundert bestehende alte Hadersdorfer Tradition ein Ende gefunden hat. Es ist jedoch tatsächlich so, dass die heutige Arbeitswelt es immer weniger Kameraden möglich macht, sich für diesen „außerbetrieblichen“ Feuerwehrdienst frei nehmen zu können bzw. zu wollen.
Der vermehrte Gerätestand und die Tatsache, dass unsere Einsatzfahrzeuge hintereinander stehen, schaffen immer mehr Platzprobleme im FF-Haus. Es wird daher erwogen, einen Zubau zu errichten.
Nach intensiven Beratungen hinsichtlich der Art und Weise einer Vergrößerung des FF-Hauses erfolgte die
Beschlussfassung des Gemeinderates, das Kühlhaus-Grundstück neben dem FF-Haus zum Zwecke eines Zubaues anzukaufen.
Einen der personal- und zeitaufwendigsten Einsätze hatte die FF beim Jahrhunderthochwasser am Kamp im Mai dieses Jahres zu bewältigen. Durch den unermüdlichen Einsatz konnte verhindert werden, dass Wohngebiete unseres Ortes überflutet wurden.

1997
Unsere Wehr war im Rahmen des FUB-Dienstes beim Hochwassereinsatz in Traisen (Bezirk Lilienfeld) mit 2 Fahrzeugen und 8 Mann im Einsatz, wo überflutete Keller ausgepumpt werden mussten.
Neben den diversen technischen Einsätzen, Übungen und Schulungen sind nachstehend folgende Veranstaltungen dieses Jahres angeführt:
- Blutspendeaktion
- Feuerlöscherprüfung (80 Löscher wurden überprüft!)
- Parkfestheuriger
- Zeltlager am Stausee in Krumau
- Teilnahme beim Sommerferienspiel der Gemeinde.
Die vorgenannten Veranstaltungen zählen großteils seit rund 15 Jahren zu fixen Feuerwehrterminen.

1998
Das Jahr 1998 beginnt für die FF Hadersdorf mit umfangreichen personellen Veränderungen.
Kdt. Alfred PUHL, welcher die FF seit 1986 führte, legte seine Funktion zurück.
Als sein Nachfolger wird der bisherige Kdt.-Stellvertreter Andreas TALLER von der Mitgliederversammlung gewählt. Zu dessen Stellvertreter wird Heinrich BECKER gewählt. Auch im Bereich des Verwaltungsdienstes gab es so wie bei vielen Chargen weitreichende personellen Veränderungen. Der langjährige und routinierte Verwalter bzw. Kassier der FF Hadersdorf Bruno PERNERSTORFER stellte ebenfalls seine Funktion zur Verfügung. Auch der langjährige Verwaltungsmeister bzw. Schriftführer Karl LANG schied aus seiner Funktion aus. All diese personellen Veränderungen bewirken, dass neben dem neuen Kommandanten und dessen Stellvertreter auch alle sonstigen wichtigen Funktionen der FF mit neuen Kameraden besetzt werden mussten. Zum Verwalter wurde Thomas DOCEKAL und zum Verwaltungsmeister Manfred SIGL nominiert.
An den ehemaligen Kommandanten Karl ZACH wurde anlässlich des Parkfestes bzw. des Ausscheidens aus dem Chargengremium eine Ehrenurkunde für seine verdienstvolle Tätigkeit überreicht.
Ab diesem Jahr steht der FF ein Personal-Computer mit einer Vernetzung zur Landesfeuerwehrschule zur Verfügung. Das alte Protokollbuch, welches seit Gründung der FF als Aufzeichnungsmittel aller wesentlichen Aktivitäten galt, hat damit ausgedient.
Eine große Ausgabe wurde durch die Anschaffung von neuen Einsatzuniformen getätigt, welche den neuen Richtlinien des Bundesfeuerwehrverbandes entsprechen.
Das Abtreten von Kdt. Puhl bewirkte eine umfangreiche Veränderung bei vielen wichtigen FF-Funktionen. Hier sei erwähnt, dass dieser Verjüngungskurs gerade aufgrund der Verdienste von Alfred PUHL ohne besonderer Probleme stattfinden konnte. Sorgte doch gerade er in seiner Amtszeit dafür, dass viele junge Bürger unseres Ortes für die FF gewonnen werden konnten und diese auch entsprechend, und umfangreich ausgebildet wurden. (Die Lehrgangsstatistik gibt einen schönen Überblick, wie ausgezeichnet sich der Ausbildungsstand der FF Hadersdorf derzeit darstellt!)
Eine gute Feuerwehr ist anscheinend dann vorzufinden, wenn es ständig gelingt, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Generationen finden zu können. Dies ist derzeit bei der FF Hadersdorf der Fall.
Seit 1996 dürfen auch Frauen in den aktiven FF-Dienst eintreten. In der FF Hadersdorf konnten Daniela BISCHEL und Simone SCHERZ aufgenommen werden.
Dass Neueintritte in die Feuerwehr keine Selbstverständlichkeit sind, zeigt die Tatsache, dass im Jahr 1998 75 Jugendliche im Alter von 15 - 22 Jahren angesprochen wurden, von denen jedoch nur die bereits erwähnten 2 jungen Damen als Neuzugänge gewonnen werden konnten.

1999
wurden 21 Lehrgänge mit einer Gesamtdauer von 60 Tagen besucht.
Der Ausbildungswart der FF Hadersdorf, Brandmeister Ewald WEISSMANN konnte in der am 9.1.2000 stattgefundenen Mitgliederversammlung auf eine Lehrgangsstatistik verweisen, die für die FF-Kameraden 353 Lehrgänge und 10 Seminare ausweist.
Ein wichtige Investition war in diesem Jahr die Anschaffung von neuen Einsatz-Helmen für die aktive Mannschaft. Die alten Helme werden damit nur mehr bei traditionellen Veranstaltungen in Verwendung stehen.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass in diesem Jahr in Hadersdorf eine FUB-Übung stattfand, bei der unsere Wehr mit 21 Mann vertreten war. Unsere Wehr stellt mit Ehrenkommandant Alfred PUHL den Zugskommandant der 10. FUB-Bereitschaft des Feuerlösch-und Bergedienstes.
Die neu eingeführte Grundausbildung 2000 sieht vor, dass neu eintretende FF-Mitglieder zu einem großen Teil in der eigenen FF selbst geschult werden.
Die gefährlichsten Einsätze waren der Brand eines Lagerschuppens am Bahnhof in Etsdorf, wo Kunstdünger in Brand geriet und durch den raschen Einsatz der FF eine Umweltkatastrophe verhindert werden konnte und der Brand des Gasthauses Maglock in Straß.
Von den technischen Einsätzen waren 1/3 schwere Verkehrsunfälle, 1/3 Fahrzeugbergungen und Freimachungen von Verkehrswegen und 1/3 kleinere Einsätze wie Baumschneidearbeiten, Kanalspülungen, Beseitigung von umweltgefährdenden Stoffen usw. zu bestreiten.
In Summe hatte die FF 108 Feuerwehrtermine zu bestreiten.
Eine sehr wichtige Investition in diesem Jahr war die Anschaffung bzw. die in Eigenregie erfolgte Errichtung einer neuen Parkfesthütte, welche den heutigen Anforderungen vor allem hinsichtlich Lebensmittelhygiene gerecht wird. Die alte Parkfesthütte, die im Jahre 1980 in Eigenregie errichtet wurde, hat damit 20 Jahre gute Dienste geleistet.
Einen erfreulichen einstimmigen Beschluss fasste der Gemeinderat hinsichtlich des von der FF seit längerem gewünschten Zubaues zum bestehenden Feuerwehrhaus.

2000
Im heurigen Jubiläumsjahr, in dem wir das 135jährige Bestehen unserer Feuerwehr feiern, konnte der gewünschte Zubau beim Feuerwehrhaus in Angriff genommen werden. Unzählige Arbeitsstunden wurden dabei von FF-Männern geleistet. Die seit dem Jahre 1980 in Betrieb stehenden Räume des damals von Feuerwehrmännern erbauten Feuerwehrhauses wurden aufgrund der raschen technischen Weiterentwicklung zu klein und es ist hoffentlich mit dieser Zubau-Lösung eine gute Entscheidung für die Zukunft der FF gefunden worden.
Die Baukosten konnten durch die in den letzten 10 Jahren erwirtschafteten bzw. angesparten Geldmittel großteils selbst getragen werden.
Im April konnten 30 Mann unserer Wehr die „Technische Leistungsprüfung“ im Bewerb Bronze erfolgreich, bzw. in allen 3 Gruppen fehlerfrei, absolvieren.
Im Mai wurden alle Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren zum 1. Hadersdorfer Action-Day eingeladen. Dieser Aktionstag, welcher mit Unterstützung der Sparkasse Hadersdorf und der Volksbank Krems perfekt organisiert wurde, war die Startveranstaltung für die Gründung einer Jugendfeuerwehrgruppe und begeisterte viele Burschen und Mädchen.
Die sicher nicht leichte Aufgabe der Führung der neu gegründeten Jugendfeuerwehr, welcher derzeit erfreulicherweise 25 Burschen und Mädchen angehören, wurde von BM Franz Mayerhofer übernommen.
Anlässlich der Jubiläumsfeier am 17. September wird das neu angeschaffte gebrauchte Mannschaftstransportfahrzeug offiziell in den Dienst gestellt, wobei Frau Waltraud Bartl als Patin gewonnen werden konnte.

2001
Es gab Schwerpunkte:
1. Die Fertigstellung der 2. Bauetappe des Feuerwehrhausumbaues,
Es wurde mit dem Um- und Zubau von den Mannschafts-, Lager- und Werkstättenräumlichkeiten begonnen. Trotz großzügiger finanzieller Unterstützung seitens der Gemeinde, reichten die Finanzmittel für den Um- und Weiterbau des Feuerwehrhauses nicht aus, deshalb wurde eine Bausteinaktion durchgeführt die wider Erwarten ein großer Erfolg wurde.
2. Intensive Jugendarbeit
Alle 21 Mitglieder haben in intensiver Übungstätigkeit, bei den wöchentlichen Jugendstunden, für die diversen Prüfungen gelernt und trainiert, und diese mit Bravour gemeistert, was den guten Ausbildungsstand wiedergibt.
3. Ausgeprägte Übungstätigkeit für die Einsätze und diversen Leistungsbewerbe
Die aktiven Mitglieder haben neben der intensiven Bautätigkeit, noch Zeit gefunden für verschiedenste Leistungsbewerbe, sei es Land oder Wasser, zu trainieren. Als Belohnung konnte von der Wettkampfgruppe Hadersdorf 2 der Sieg beim Abschnitts- und Bezirksbewerb eingefahren werden. Gefordert war die Wehr aber auch bei vielen Einsätzen. Von größeren Brandeinsätzen verschont musste vor allem in den Sommermonaten sehr häufig zu Unwettereinsätzen ausgerückt werden. Die Gesamtzahl der Einsätze beträgt 30, und liegt somit unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die Tätigkeit unserer Wehr beschränkte sich nicht nur auf Schadensbegrenzung sondern auch auf Schadensvermeindung, was bei den diversen behördlichen Besichtigungen und Feuerbeschauen zum tragen kommt.
Nicht aufgeführt sind hier die unzähligen Stunden die für die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrmitglieder aufgebracht wurde. Hiezu zählen vor allem Ausbildungsvorhaben im Rahmen der Grundausbildung, Vorbereitungsarbeiten zu Übungen, Schulungen und Lehrgängen.
Im Jahr 2001 gab es nicht nur Feuerwehrfachliche Arbeiten, es wurde auch versucht den Kameradschaftlichen Teil nicht zu kurz kommen zu lassen. So besuchten wir unsere Steirischen Kameraden, und verbrachten zwei wunderschöne Tage in der grünen Markt. Auch das Stelzenschnapsen erfreut sich ungebrochener Beliebtheit, Kdt. Taller dank EBI Friedl für die Organisation und ersucht ihn auch 2002 wieder eines durchzuführen. Die Reservisten nahmen am Reservistenausflug des Bezirkes Krems teil, und beim Parkfest wurde zum ersten mal ein Reservistenstammtisch abgehalten.
Bei der Wahl zum Kommandanten und Kommandantenstellvertreter wurden Andreas Taller als Kommandant und Heinrich Becker als Kommandantstellvertreter bestätigt.

2002
Auch dieses Jahr stand wieder ganz im Sinne der Aus- und Weiterbildungen. So gelang es trotz unvorhersehbarer Ausfälle einiger Kameraden die technische Leistungsprüfung in Silber wie geplant bis Ende Mai erfolgreich abzulegen.
Man spielt nun sogar mit dem Gedanken, aufgrund der durch die FF Jugend bewirkten großen Zahlen der Neuaufnahmen in den Aktivstand, eine eigene Ausbildungsgruppe ins Leben zu rufen. Das kann allerdings nur mit Mitwirkung aller FF Mitglieder realisiert werden.
Doch nicht nur was die Ausbildung betrifft sondern auch in baulicher Hinsicht hat sich wieder einiges geändert. Das Feuerwehrhaus wurde weiter aufgewertet. Dazu zählen die Adaptierung der Lagerräumlichkeiten sowie der Einbau einer Atemschutzwerkstätte. Dass dabei auch auf die Jugend nicht vergessen wird, merkt man an der Bewilligung unseres Ansuchens um Förderung der Jugendräume. Dass die intensive Arbeit auf dem Gebiet der Feuerwehrjugend auch Früchte trägt, merkt man sowohl an der positiven Absolvierung aller Jugendmitglieder beim Wissenstest der Feuerwehrjugend in Senftenberg als auch an den hervorragenden Ergebnissen auf dem Landesjugendlager und an diversen teilgenommenen Wettkämpfen. Erfreulich stimmt es uns also, dass der Nachwuchs scheinbar mühelos in die Fußstapfen der „Alten“ treten kann, welche sich heuer bei Abschnitts- und Bezirksbewerb den obersten Platz auf dem Treppchen sichern konnten.
Eine gute Mannschaft kann jedoch nur das beste Ergebnis liefern wenn sie auch über das dafür benötigte Werkzeug verfügt. Ende des Jahres trafen endlich die erwarteten Schutzjacken ein.
Die Steuerung der Sirenen wurde, nach Installation einer dritten Sirene auf der Wasseraufbereitungsanlage, aufgrund zu hoher Kosten auf Funk umgestellt.
Natürlich gab es auch einige Rückschläge, mit denen wir fertig werden mussten.
So hat uns das Hochwasser gezeigt, dass auch wir nicht auch alles vorbereitet sind. Doch diese Katastrophe brachte auch einiges Positives mit sich, wie zum Beispiel die Anregung zur Überarbeitung des Hochwasseralarmplanes.


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Zuletzt aktualisiert am 23.03.2017 um 21:19 Uhr. Nähere Informationen zu den einzelnen Blutspendeaktionen finden Sie auf der Webseite des Österreichischen Roten Kreuzes unter www.roteskreuz.at.